Nicht selten führt der Konsum von LSD in einer solchen Umgebung lediglich
zum Verlust der Logik und damit zu der Schwierigkeit, sich zu artikulieren
und zu mehr oder minder starken Halluzinationen. Die Qualität des angebotenen
LSD schwankt zwischen „gänzlich ohne Wirkung“ bis hin zu
einer wirksamen Dosis zwischen 250 und 800 Mikrogramm. Aus diesem
Grunde
ist der Erwerb von illegalem LSD heute insofern mit Risiken verbunden, als
dass der Konsument erst nach der erfolgten Einnahme anhand der Stäke
der Wirkung Rückschlüsse auf die Dosierung schließen kann.
In ganz seltenen Fällen ist das angebotene LSD aber tatsächlich
synthetisch hergestelltes Meskalin oder ALD-52 (N-Acetyl-Lysergic Acid Diethylamide-52) was für den Konsumenten allerdings keine
wahrnehmbare Bedeutung hat, da diese beiden Stoffe eng verwandt sind. Insgesamt
ist zu beobachten, dass sich in der Partykultur bestimmte Sorten von LSD-Trips,
erkennbar an ihren Aufdrucken, durchgesetzt haben und aufgrund ihres Reinheitsgehaltes
von LSD-Usern bevorzugt konsumiert werden.
Da eine öffentliche Auseinandersetzung über die Risiken und Gefahren,
die solch ein Konsum mit sich bringt, ausgeblieben ist, ist es uns ein besonderes
Anliegen, mit diesem Artikel ebendieser Entwicklung entgegenzuwirken und eine
möglichst objektive und wirklichkeitsnahe Information zu diesem Thema
beizutragen.
Die Einnahme von LSD
Die Einnahme von LSD erfolgt heute vermehrt im Zusammenhang mit einer Party
und nicht selten tritt ein Mischkonsum mit anderen, in der Regel nicht psychedelisch
wirkenden Substanzen wie MDMA oder Amphetaminen, ein. In der Regel verstärken
sich diese Substanzen nur bedingt, sodass die Substanz mit der höchsten
Wirkdosis den Rausch dominiert.
Bis zum heutigen Tage fand keine authentische Auseinandersetzung mit diesem
Thema statt. Lediglich in der Schweiz ist seit kurzem die Möglichkeit
des Einsatzes von LSD in einem therapeutischen Rahmen erlaubt. Weit entfernt
von diesem Umgang sehen wir uns in unserer Gesellschaft konfrontiert mit einem
recht unbedachten und unreflektierten Gebrauch von LSD und anderen psychedelischen
Substanzen. Trotz des strikten Verbotes in der Bundesrepublik Deutschland,
scheint die Zahl der Konsumenten zu steigen. Da man niemanden davon abhalten
kann, eine LSD-Erfahrung zu machen, erscheint es uns sinnvoll, diesen Menschen
zumindest eine brauchbare Landkarte als Orientierung mit auf den Weg zu geben.
Der Umstand des überwältigenden emotionalen Erlebens beinhaltet
für viele Menschen auch heute noch die Angst vor dem Verletzt werden.
Aus diesem Grund ist grundsätzlich zu empfehlen, LSD nur im Kreise guter
Freunde, denen man vertraut, zu nehmen. Man sollte das Gefühl haben,
loslassen zu können, ohne Angst zu haben, nicht aufgefangen zu werden.
Ratsam ist auch, vor Beginn eines solchen Experimentes in einer ruhigen Minute
ganz klar seine Ängste, Hoffnungen und Wünsche zu reflektieren,
um nachfolgend unangenehmen Überraschungen vorzubeugen.
Immer wiederkehrenden Situationen, die als unerträglich und unhaltbar
empfunden werden und einen Fluchtimpuls auslösen, sollte nachgegangen
werden mit dem Ziel, eine Situation zu schaffen, in der man sich wohl fühlt,
um dann über das immer Wiederkehrende und Unerträgliche zu reflektieren.
LSD konfrontiert einen ausschließlich mit sich selber. Und die Frage,
die man sich vor einem etwaigen Konsum stellen sollte, ist: „Möchte
ich mich mit mir selber auseinandersetzen?“
Durch
die Tabuisierung und die Fehlinformationen in den Medien wurden die Risiken
und Gefahren des LSD-Gebrauchs nicht gemindert, sondern noch verstärkt.
Bis zum heutigen Tage fand keine authentische Auseinandersetzung mit diesem
Thema statt. Lediglich in der Schweiz ist seit kurzem die Möglichkeit
des Einsatzes von LSD in einem therapeutischen Rahmen erlaubt. Weit entfernt
von diesem Umgang sehen wir uns in unserer Gesellschaft konfrontiert mit einem
recht unbedachten und unreflektierten Gebrauch von LSD und anderen psychedelischen
Substanzen.Durch die Tabuisierung und die Fehlinformationen in den Medien
wurden die Risiken und Gefahren des LSD-Gebrauchs nicht gemindert, sondern
noch verstärkt.

LSD-25 hat seit seiner Entdeckung kontroverse Diskussionen ausgelöst. Nach
dem vermehrten Konsum psychedelischer Substanzen in den späten 60er und
beginnenden 70er Jahren, ist heute eine Partykultur entstanden, in der unter
anderem wieder ein verstärkter Bedarf an diesen Substanzen zu beobachten
ist.

Die
Wirkung von LSD
Die Wirkungsweise von Lysergsäurediäthylamid-25 unterscheidet sich
grundlegend von der Wirkung anderer, nicht psychedelischer Substanzen.
In der Regel beginnt der Rausch etwa dreißig bis sechzig Minuten nach
der Einnahme (je nachdem, ob man viel oder wenig vorher gegessen hat).
Die Art der Wirkung von LSD ist stark abhängig von dem Gemütszustand
des Verwenders. Denn anders als viele andere etablierte Drogen produziert
LSD nicht automatisch ein positives, kontrollierbares Erleben, sondern verstärkt
den bereits vorhandenen Gemütszustand und auch verdrängte seelischen
Inhalte.
Dieser Effekt ist in einer psycho-therapeutischen Situation durchaus
erwünscht, kann aber in einer schnelllebigen oberflächlichen Partykultur
zu erheblichen Problemen führen. LSD ist eine Substanz, welche vor allem
auf die Psyche wirkt. Sie schaltet gewohnheitsmäßige Kontrollmechanismen
und Reflexe aus, sodass selbst eine einfache Sache wie das „Nachdenken“
schon mal zu einem großen Problem werden kann.
Dinge, die betrachtet
werden, bekommen einen anderen Sinn und die Fähigkeit, logische Rückschlüsse
zu ziehen, schwindet. Ein typisches Zeichen hierfür ist der partielle
Sprachverlust bzw. die Unfähigkeit, einem „roten Faden“ im
Gespräch zu folgen. Aus diesem Grund entsteht oft der Eindruck eines
Identitätsverlustes, weshalb LSD auch die Eigenschaft zugeschrieben wird,
es führe zum Auflösen des „Ich“ (wer bin ich?).
Gepaart
mit diesen Eigenschaften tritt eine ungewohnte emotionale Bewusstwerdung ein.
Mit der Tiefe des Erlebens folgt unwillkürlich eine intensive Wahrnehmung
der eigenen Gefühlswelt und damit auch der persönlichen Konflikte
und Verdrängungsmechanismen.
Im besten aller Fälle wurden Zeit,
Ort und vertraute Personen bewusst gewählt, sodass eine authentische
und offene Auseinandersetzung mit den eigenen Defiziten möglich ist.
Dann ist der Konsument in der Lage, Verletzungen und Traumatisierungen zu
verbalisieren und emotional erlebbar zu machen, um in einem Prozess der Aufarbeitung
die tief greifende Erfahrung des Selbst zu ermöglichen. Dies kann durchaus
als eine klassische Form der Selbsterfahrung gewertet werden. Darüber
hinaus berichten an dieser Stelle viele Konsumenten von grundlegenden spirituellen
Erfahrungen.
Risiken und Gefahren im Gebrauch von LSD-25
Ohne das oben erwähnte bewusste Wählen der Zeit, des Ortes und vor
allem der mitreisenden Personen können erhebliche Risiken und Gefahren
den Trip begleiten.
Da sich wider Erwarten LSD zum Teil in der Partyszene etabliert hat, gibt
es eine große Anzahl von Menschen, die unwissend und unvorbereitet in
diesen nicht alltäglichen Bewusstseinszustand eintreten.
Da bei LSD25 die psycho-therapeutische Komponente überwiegt, aber in
einer Partysituation kaum echte Auseinandersetzungen stattfinden, ist die
Zahl derer, die über schlechte LSD - Erfahrungen (Bad Trips) klagen,
sehr hoch.
Zudem werden in diesem Zustand alle emotionalen Kanäle geöffnet
und Schutzmechanismen aufgehoben, wodurch der User ungewohnt offen und hypersensibel
wird. Dies kann in einer rauen und unterkühlten zwischenmenschlichen
Umgebung dazu führen, dass Verletzungen und vorhandene Konflikte präsent
werden und Affekthandlungen auslösen.
Sogar ganz allgemeine negative
Gemütszustände, ausgelöst etwa durch eine Trennung, den Verlust
eines lieben Menschen oder des Arbeitsplatzes, können durch die Einnahme
von LSD verstärkt werden.
Der Verlust von Gedanken und der Unfähigkeit,
über die einfachsten Dinge nachzudenken, löst bei vielen Menschen
die Angst aus, einen Identitätsverlust zu erleiden, in dem ihr „Ich“
sich auflöst. Einige berichten gar von der Angst, verrückt zu werden
bzw. „hängen zu bleiben“.
Für Menschen mit Traumatisierungen
– z. B. Gewalt oder Missbrauch in der Kindheit – birgt die Verwendung
von LSD ein besonders unkalkulierbares Risiko, zumal diese Erfahrungen oftmals
verdrängt wurden und es keine bewusste Erinnerung daran gibt. Da LSD25
die Eigenschaft hat, an den Ort der größten Emotion anzuknüpfen
und diese bewusst macht, kann es dazu kommen, dass auch frühkindliche
Störungen wieder erlebt werden, ohne dass eine psycho-therapeutische
Unterstützung dieses auffangen kann.
Grundsätzlich ist zu sagen,
dass Menschen mit Ängsten vor LSD, wie etwa dem „Hängenbleiben“,
mit Traumatisierungen, die psycho-therapeutisch noch nicht aufgearbeitet wurden
oder Menschen mit Komplexen, z. B. des Selbstwertes, den Konsum von LSD und
anderen psychoaktiven Drogen vermeiden sollten.
Sollte trotz des Lesens dieses Artikels ein Gefühl der Überdosierung
entstanden sein, kann mit fachärztlicher Beratung zur Einnahme von Benzodiazepinen
(Valium) geraten werden, welches die Wirkung innerhalb kürzester Zeit
aufhebt.
Lösungsorientierte Perspektiven:
Lysergsäurediäthylamid-25